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Wortgottesdienst

 

zu Beginn der österlichen Bußzeit

Fr 18.02.2005
(Zwischenzeugnistag!!!)


 


Die Klasse 9d bereitete mit Pater Theo den Gottesdienst vor.
Unterstützt wurden sie musikalisch von unsere Schulband und so zeigte der "Liedzettel" folgende Titel:
 

Zum Einhören, Einfühlen, Ankommen:
Nirvana - Jesus don't want me for a sunbeem

Kleines Senfkorn Hofnung,

Nobody knows

Ins Wasser fällt ein Stein

Imagine


 

 

Der Leitgedanke stammte aus der Geschichte:

Die Teekanne

Eine Teekanne erzählt aus ihrem Leben:

"Ihr hättet mich in meiner vollen Schönheit sehen sollen, als ich noch ganz war - mit Deckel, Henkel und vor allem meinem geschwungenen Ausguss! Er machte mich zur Königin auf dem Tisch. Was waren denn auch im Gegensatz zu mir die Tassen und Untertassen, die Zuckerdose, das Sahnekännchen und die Löffel!? Und ich gebe zu: Ich habe sie das auch spüren lassen.

Dann passierte es. Eines Tages ließ mich eine feine Hand versehentlich fallen. Seitdem sehe ich so aus wie jetzt. Da lag ich nun halb ohnmächtig! Und das Gelächter der Teller und Tassen höre ich noch heute in meinen Ohren. Sie lachten nicht über die ungeschickte Hand, nein, sie spotteten über mich, dass mir das - endlich - geschehen war.

Ich wurde weggestellt und schließlich einer Bettlerin mitgeben. Sie machte das Furchtbarste, was man einer Teekanne antun kann: Sie füllte mich mit Dreck! Überlegt mal, Dreck, wo einmal die edelsten Teesorten eingelegt waren! Dann legte sie in diese Erde eine Blumenzwiebel. Ich spürte, wie sie wuchs; sie wurde mein neues, lebendiges Herz - statt meines bisherigen stolzen aus Stein. Weil sie so schön war, kamen wir aufs Fensterbrett. Und alle, die vorübergingen, schauten auf die Blüte - nicht auf mich. Aber ich wusste, wie wichtig ich war: ich hielt die Feuchtigkeit und gab ihren Wurzeln halt... Ich muss euch sagen, ich war noch nie im Leben so zufrieden wie damals, als ich ganz für diese Blume da war - als ich mich ganz für diese Blume vergaß. - Das wollte ich euch sagen!"

(Vgl. W. Hoffsümmer (Hg.), Kurzgeschichten 4, Mainz 1996, S. 51f., leicht geändert.)

 

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Die Fürbitten von den Schülerinnen vorgetragen:

Gott, immer wieder gehen wir auf Abwegen und Einbahnstraßen. Wir brauchen deine Hilfe, damit wir zur rechten Zeit anhalten und neue Wege suchen.


Gott, wir bitten dich f
ür alle Menschen dieser Erde, die Hunger leiden oder krank sind oder in einer anderen Notlage sind. Hilf du ihnen.
 

Gott, hilf uns, die Trägheit zu überwinden und den Wunsch, alles Unangenehme fernzuhalten. Bewahre uns vor Selbsttäuschung und stärke unser Streben nach Wahrhaftigkeit.
 

Hilf uns, Gott, bei der Aufgabe , erwachsen zu werden in dem Sinne, dass wir unser Leben überdenken und Verantwortung für unsere Worte und Taten übernehmen.
 

Wir bitten dich für alle, die in einer Sackgasse zu stecken meinen. Lass sie Menschen finden, die ihnen Auswege zeigen.
 

Wir bitten dich für uns alle in dieser vorösterlichen Zeit, dass wir ab und zu ein wenig Wüste suchen und finden, um zu Ruhe und zur Besinnung zu kommen.
 

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