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zustimmend : „irgendwann war die Scheu vor der Fremdsprache weg." Und das ganz ohne hilfreiches Wörterbuch. Die Küche als Mittelpunkt Das irische Familienleben habe sich zum Großteil in der Küche abgespielt. Dort wurde gegessen, geredet und mit den drei Adoptivkindern der Familie im Alter zwischen zwei und sechs Jahren gespielt. Die Straubinger Schülerinnen hatten ein gemeinsames Zimmer - „mit wunderbar gemütlichen Betten". Gleichzeitig lebten noch zwei weitere Austauschschülerinnen aus der Schweiz und Finnland in dem Haus. „Wir wohnten in Lissadyra, einem Stadtteil von Tuam", schildert Lisa. Tuam, die Partnerstadt Straubings, sei von der Größe etwa mit Bogen vergleichbar, also eher in die Kategorie idyllisches Kleinstädtchen einzuordnen. Den Mädchen sind dort vor allem die vielen bunten Häuser aufgefallen. Schwarz, rot, blau, lila: Die Iren schrecken bei der Fassadengestaltung vor keinem Farbtopf zurück. Außerdem ist den Schülerinnen die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen in Erinnerung geblieben. „Wenn man sich nach etwas erkundigen wollte, bekam man immer sofort sehr nett eine Auskunft", beschreibt Lena-Maria. Etwas erschreckt habe sie allerdings die Disziplinlosigkeit der irischen Schüler. „Wir nahmen dort am Unterricht teil und haben uns wirklich darüber gewundert, wie sich die Schüler teilweise benahmen. Das würde es bei uns niemals geben", erklären die beiden. Das sei aber auch der einzige negative Aspekt ihres gesamten Aufenthalts gewesen. „Beeindruckendes Erlebnis" „Insgesamt war es ein beeindruckendes Erlebnis", urteilen die beiden Schülerinnen und können ihren Altersgenossen einen ähnlichen Auslandsaufenthalt nur empfehlen. Das satte Grün der schönen Landschaft werden sie so schnell nicht vergessen. Ebenso die Naturverbundenheit der Einheimischen und ihre etwas gemütlichere Art, durch den Alltag zu gehen: „Pünktlichkeit ist für die Iren ein Fremdwort. Sie haben ein anderes Verhältnis zur Zeit als wir Deutschen." Der Dank der Mädchen gilt vor allem den Wirtschaftsjunioren, die ihre Reise mit dem Stipendium, das Flug, Unterbringung und etwas Taschengeld beinhaltete, erst ermöglichten. Der Gegenwert beträgt rund 440 Euro pro Schülerin. Das Stipendium vergibt der Arbeitskreis „Bildung" seit 1993 einmal im Jahr abwechselnd an die Realschule der Ursulinen-Schulstiftung und an die Jakob-Sandtner-Realschule. „Das positive Feedback der Schüler motiviert uns immer wieder, einen kleinen Beitrag zur Völkerverständigung in Europa zu leisten", unterstreicht Horst Weise, der diese Aktion von Anfang an betreut. In Austausch eingebunden Eingebunden ist das Stipendium in den Schüleraustausch aller Straubinger Gymnasien, der unter der bewährten Federführung des Partnerschaftsvereins der „Freunde Tuams" läuft. So reisten Lisa und Lena-Maria zusammen mit über 30 Gymnasiasten und zwei Lehrern des Turmair-Gymnasiums im vergangenen Jahr nach Irland. Schwester Daniela Fuchs freut sich mit ihren Schützlingen über die gelungene Reise nach Irland und betont, dass Lisa und Lena-Maria aufgrund ihres besonderen Engagements ausgewählt worden seien. Weise und Baumeister sicherten die Fortführung des Stipendiums zu. Jetzt dürfen sich zwei Schüler der Sandtner-Realschule auf erlebnisreiche Tage in Irland freuen. - ola -
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