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Am: Mittwoch, den
19.10.05
Um: 11:30 Uhr
In: Turnhalle
der MRU
Mit: Eric Bond,
Klaus Reichert
Iris Tönnison, Pfr. Michael Killermann,
Emmeram Strohmeier
Schülerinnen aus 10b, 9b
und aus dem Gymnasium
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Eric Bond: Lied:
Gott ist da |
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Pfr. Killermann: |
Begrüßung/Hinführung |
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„Unsere Träume“
Auch wir
Jugendliche haben Träume:
Wir
träumen von …
(vollständiger Text
>>> )
Gebet:
Herr,
Wir träumen von einer
Welt,
die Platz für alle hat;
von …
(vollständiger Text >>> ) |
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Eric Bond:
Lied: Gott ist da |
nach
oben |
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„Talk Show“:
Die Moderatorin begrüßte ihre
fünf Gäste um mit ihnen über ihre Träume zu reden.
(Inhalt
>>> )
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Martin
Luther King
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„I
have a Dream“ (vollständiger Text >>> ) |
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Eric Bond:
Lied: Neben dir |
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Pfr. Killermann:
Lesung:
Fr. Tönnison: |
Jakobs Traum
Predigt (vollständiger Text
>>> ) nach
oben |
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Spendenaktion
Wie bei jedem Gottesdienst werden
gemeinnützige Einrichtungen mit Spenden unterstützt. Diesmal haben wir
uns gedacht, dass es etwas unmittelbar in der Nähe sein sollte und zwar
„von Frauen für Frauen“. Somit sind wir auf das Frauenhaus in
Straubing gekommen.
Frauenhaus Straubing
Haus für das Leben e.V.
Obere Bachstraße 12
94315 Straubing
Tel.: (0 94 21) 83 04 86
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Eric
Bond:
Lied: Gott segne |
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oben |
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Fürbitten
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(vollständiger Text >>> ) „Vater unser“ |
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Fr. Tönnison und Pfr.
Killermann:
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Segen
Vergiss die Träume nicht, wenn die Nacht
…
(vollständiger Text >>> ) |
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Eric
Bond:
Lied: O happy day |
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oben
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Auch wir Jugendliche haben Träume:
Wir
träumen von einer lehrreichen Schullaufbahn um eine erfolgreiche
Karriere starten zu können.
Wir träumen davon durch unsere Karriere
genug Geld zu verdienen um eine Familie gründen zu können.
Wir träumen davon deinen ehrlichen und
liebevollen Partner zu finden um Liebe zu geben und zu bekommen.
Wir träumen davon, dass Kriege enden und
Frieden auf der Welt herrscht.
Wir träumen davon tun zu können was uns
gut tut und von der Freiheit zu leben.
Wir träumen davon Gerechtigkeit
und Gleichberechtigung zu erfahren.
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Herr,
Wir träumen von einer
Welt, die Platz für alle hat;
von einer Zeit, in der
das Teilen mehr gilt als das Haben;
von einer Welt, die
nicht mehr besessen, ausgebeutet, zerstört wird.
Wir träumen von einer
Zeit, in der die Zeitungen und auch das Fernsehen
nichts mehr vom Unglück
zu sagen wissen,
weil das Miteinander
interessanter geworden ist als der Konflikt.
Manche uns zu einem
Werkzeug deines Friedens,
dass wir Liebe üben, wo
man sich hasst,
dass wir verzeihen, wo
man sich beleidigt,
dass wir verbinden, wo
Streit ist,
dass wir Hoffnung
erwecken,
wo die Verzweiflung
quält,
dass wir ein Licht
anzünden,
wo die Finsternis
regiert,
dass wir Freude bringen,
wo der Kummer wohnt.
Denn wer da hingibt, der
empfängt,
wer sich selbst sucht,
der findet,
wer verzeiht, dem wir
verziehen,
und wer da stirbt,
der erwacht zum ewigen
Leben.
Amen.
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„Talk um 11:30 Uhr...Lasst uns diskutieren“
Die Moderatorin begrüßte ihre fünf Gäste um mit
ihnen über ihre Träume zu reden.
Sabrinas Traum ist es eine steile Karriere
ohne Familie zu starten.
Brittas Traum ist es hingegen eine Familie
zu gründen und später für sie zu sorgen. Außerdem konnte sie nicht
verstehen, dass Sabrina keinen Mann und Kinder will.
Der Traum von Verena ist es Topmodel in
Paris zu werden. Sie ist fest davon überzeugt ihren Traum zu
verwirklichen, trotz ihres schlechten Schulabschlusses.
Nach dieser Diskussion befragte unserer
Moderatorin Frauke ihre Zuschauer, welche Träume Sie haben und ob
Sie glauben, dass sie Wirklichkeit werden.
Elisabeth träumt von dem Weltfrieden und
das kein Mensch mehr hungern muss. Deshalb fand sie es auch schlecht,
dass Verenas Schal aus Pumajungen hergestellt war. Sie verließ deswegen
auch sofort das Studio.
Chantal konnte es gar nicht verstehen, dass
sie nicht an sich denken soll, sondern an andere. Sie selbst findet sich
am wichtigsten. Ihr Traum ist es später mal einen Luxusschlitten, ein
großes Haus, usw. zu besitzen. Da Sie keine Ausbildung hat, bekommt sie
alles von ihren Eltern finanziert.
Zum Schluss wurden die verschiedenen Träume von
Dr. Verena Breitenbach ausgewertet.
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Martin Luther King „I have a Dream“
1.Steffi:
„Wir haben gelernt, die
Luft zu durchfliegen wie Vögel und das Meer zu durchschwimmen wie die
Fische, aber nicht die einfache Kunst, als Brüder zusammen zu leben.“
2.Regina:
1929 erblickte Martin Luther King das Licht der
Welt. Seine ganze Kindheit war stets von den Problemen der schwarzen
Menschen geprägt. Die Farbigen wurden Jahrhunderte von der weißen
Bevölkerungsschicht unterdrückt und diskriminiert. Sie hatten keinerlei
Rechte. Das war der Grund warum Martin Luther King sich dazu
entschlossen hat Gerechtigkeit und Freiheit für die Schwarzen Menschen
zu erkämpfen.
So organisierte er einen Marsch auf Washington, wo
200 000 Menschen zu einer gewaltlosen Demonstration aufbrachen, um seine
Rede über die Zukunft der Rassenbeziehung in den USA zu hören.
3.Mona:
„Ich haben einen Traum, dass meine vier kleinen
Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der sie nicht nach
ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt werden. Heute
habe ich diesem Traum“.
4.Anastasia:
„Also kämpfet für Gerechtigkeit und Wahrheit! Gott
wird immer an euerer Seite stehen.“
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Liebe
Schülerinnen, liebe Lehrer und Lehrerinnen!
Die Frage liegt ja nahe: Was soll der Tag zu Ehren der Hl. Ursula, der
Gottesdienst, der Reliunterricht im allgemeinen eigentlich, was lernen
wir da, was erleben und erfahren wir dort? Was bringt das Ganze
eigentlich? Die Geschichte von Jakobs Traum, dem Traum von der
Himmelsleiter, die wir eben gehört haben, bringt mich auf eine
ungewöhnliche Antwort: Ihr sollt das Träumen lernen!
Tja, das ist nun vielleicht wirklich eine seltsame Antwort. Träume sind
Schäume heißt es ja. Deshalb wäre es doch besser, wenn ihr nicht träumt,
sondern wach seid. Wenn ihr mit offenen Augen durch euer Leben geht, mit
beiden Beinen auf der Erde. Trotzdem, ich bleibe dabei, ihr sollt das
Träumen lernen! Bevor Sie nun, liebe Lehrer und Lehrerinnen, vielleicht
entsetzt sind, lassen Sie uns ein wenig über Träume reden. Und seien wir
ehrlich: Wir leben mit und von Träumen, den ganzen Tag lang. Wer kennt
nicht sein Traumhaus, das er gern bauen würde oder in das er gerne
einziehen würde. Und was ist mit der Traumfrau oder dem Traummann und
mit der Traumhochzeit und mit dem Traumberuf usw.
Eben haben wir ja auch schon Träume gehört. Die Träume der Neunt- und
Zehntklässlerinnen, die diesen Gottesdienst vorbereitet haben. Da gibt
es den Traum von Liebe, Gleichberechtigung, Familie, Freundschaft,
Gesundheit, Karriere, Gerechtigkeit in der Welt, Frieden - um nur einige
zu nennen.
Oder auch den Traum von M. L. King. - Den Traum von Gerechtigkeit in
einer Zeit, wo niemand daran geglaubt hat, dass er sich einmal erfüllen
wird.
Zugegebener maßen ist es oft schwer unsere Träume zu erfüllen, ja es
erscheint uns oft unmöglich.
Nun werden Sie und werdet Ihr sagen: Das ist ja gut und schön, aber bei
dieser Art von Träumen brauchen wir nun wirklich keine Nachhilfe und
diese Träume muss man auch nicht erst lernen, die kommen von ganz
alleine... das ist richtig.
Ich möchte nur eines sagen: Lasst uns zu unseren Träumen noch einen
Traum hinzufügen, einen ganz besonderen Traum - den Traum des Jakob.
Mein Wunsch für euch ist nämlich, dass ihr einen Traum kennenlernt, der
nicht zerplatzt wie eine Seifenblase und der euch hilft, durch euer
Leben zu gehen und euer Leben zu bestehen. Und um einen solchen Traum zu
träumen, können wir uns an Jakob orientieren. Sicherlich werden wir
nicht dieselben Bilder träumen wie Jakob, aber darauf kommt es nicht an.
Wichtig ist, was Jakob in seinem Traum und durch seinen Traum gesagt
bekommt.
Jakob ging es nicht gut. Einmal ist er über seinen Kummer, seine Sorgen
eingeschlafen und hatte einen Traum. Schauen wir uns diesen Traum einmal
genauer an.
Zuerst ist da die Himmelsleiter, die von der Erde bis zum Himmel geht.
Auf dieser Leiter steigen Engel rauf und runter. Oben auf der Leiter
steht Gott der Herr und spricht zu ihm.
Wovon träumt Jakob da eigentlich? Für mich ist das der Traum davon, dass
Gott bei uns ist, dass er uns ganz nahe ist, dass er mit uns spricht und
uns nicht alleine lässt. Der Traum von der Himmelsleiter, das ist doch
der Traum davon, dass es eine Verbindung gibt zwischen Himmel und Erde.
Nicht nur die Leiter, sondern auch die Engel, die auf der Leiter rauf
und runter steigen. Ich weiß nicht, wie Ihr euch solche Engel vorstellt,
es ist auch gar nicht wichtig, wie sie aussehen. Die Engel, die
runtersteigen, helfen mir, durch mein Leben zu gehen. Sie haben für
jeden eine andere Gestalt und Form - für mich zum Beispiel die Gestalt
einer guten Freundin, die mir weiterhilft und sich Zeit für mich nimmt.
Dann spricht Gott mit Jakob und verspricht ihm ganz enorme Dinge: Er
sagt zu ihm: Du wirst, viele Nachkommen haben und deinen Nachkommen wird
das Land gehören, auf dem du stehst. Und dann sagt er: "Und siehe, ich
bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst, und will dich wieder
herbringen in dies Land. Denn ich will dich nicht verlassen, bis ich
alles tue, was ich dir zugesagt habe."
Ist das nicht ein schöner Traum? Ein Traum davon, dass der Himmel für
uns offen ist. Dass es eine Verbindung gibt zwischen Erde und Himmel,
und dass Gott immer bei uns ist, egal was passiert. Eben von diesem
Traum, liebe Schülerinnen sollt ihr erfahren. Ihn in eurem Alltag auf
dieser Schule erleben. Ich sollt spüren, dass Gott dir beisteht, wenn es
mal wieder nicht so läuft wie du es dir vorgestellt hast. In deinen ganz
persönlichen Höhen und Tiefen, in Streit und Freude. Wenn du von dir
selbst enttäuscht bist oder auch stolz auf deine Leistung bist.
Uns allen wünsche ich, dass wir es schaffen, diesen Traum am Leben zu
erhalten. Ich glaube fest daran, dass es dann viele Engel geben wird,
die in unser Leben kommen und uns daran erinnern, da ist einer, der uns
bedingungslos zur Seite steht und uns begleitet. So wie Jakob Gottes
Segen erfahren hat wünsche ich auch euch und Ihnen, dass ihr Gottes
Segen in eurem Leben spüren könnt. Dass wir erfahren können, dass wir
auf unserem Weg begleitet werden und wir nicht den Mut und die Kraft
verlieren, neue Träume zu wagen. Gottes Segen möge uns begleiten jetzt
und im weiteren Schuljahr.
Amen.
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Fürbitten
Die Hl. Ursula, deren Fest wir heute feiern, hatte den Traum
und die Vision, Gott ganz zu folgen.
Gib uns den Mut zu
unserem Glauben an Gott zu stehen, auch wenn wir deshalb vielleicht
Nachteile in Kauf nehmen müssen.
Herr,
wir bitten dich um eine Pause vom Alltag, damit wir relaxen und träumen
können in einer Zeit, die von Hektik und Unruhe geprägt ist.
Herr, schenke uns
Gespür für unsere Mitmenschen, damit wir erkennen, wo vielleicht auch
wir mithelfen können, damit ein Traum in Erfüllung geht.
Herr,
wir bitten dich, lass nicht zu, dass wir unsere Freundschaften, die wir
in diesem Schuljahr geschlossen haben, völlig aus den Augen verlieren.
Herr, lass uns
erkennen, wenn es Zeit ist zum Träumen, aber auch wann wir mit offenen
Augen und wachem Verstand im Alltag mitarbeiten können.
Herr, sei du
besonders bei den Opfern von Terror und Gewalt und schicke ihnen
Menschen, die ihnen Trost und Hoffnung geben können.
Herr, wir bitten
dich, gib uns die Kraft und den Mut, unsere Träume zu verwirklichen.
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Vergiss die Träume nicht, wenn die Nacht
wieder über dich hereinbricht und die
Dunkelheit
dich wieder gefangen zunehmen droht.
Noch ist nicht alles verloren
Deine Träume und deine Sehnsüchte
ragen Bilder der Hoffnung in sich.
Ich wünsche dir, dass du die Zeiten der
Einsamkeit
nicht als versäumtes Leben erfährst,
sondern dass du beim Heineinhorchen
in dich selbst Neues in dir entdeckst.
Ich wünsche dir, dass dich alle das
Unerfüllte
in deinem Leben nicht erdrückt,
sondern dass du dankbar sein kannst für
das,
was dir an Schönerem gelingt.
Ich wünsche dir, dass all deine
Traurigkeiten nicht vergeblich sind,
sondern dass du aus ihnen Kraft schöpfst
und so
auch Freude wieder neu erleben kannst.
Heute, morgen und alle Tage
mögest du auf deinen Schritten begleitet
sein.
Es segne und behüte dich der allmächtige
Gott,
der Vater, der Sohn und der Hl. Geist,
Amen
(Quelle: Samuel Müller / Irischer
Segenswunsch)
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